Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ – Filmadaptionen zwischen 1980 und 2006


Die Verfilmungen von Romanen Jane Austens gelten in Großbritannien als „Heritage“, als kulturelles Erbe, das auch ein Ausdruck der nationalen Identität ist. Wer einen Erfolgsroman wie „Stolz und Vorurteil“ verfilmt, vom wird erwartet, sich mit der Frage auseinnderzusetzen, was „britishness“ eigentlic ausmacht. Da wird es natürlich heikel, wenn Hollywood sich dieses Stoffes annimmt, denn die Produzenten dort interessiert kulturelles Erbe herzlich wenig. Ein Film wird in Ingenieursmanie zu dem einzigen Zweck konstruiert, möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Wenn nun 2005 eine britische Produktion eine Austen-Verfilmung mit alternativen Schlussszenen versehen wird – eine kitschige für den US-Markt und eine etwas nüchternere Fassung für den europäischen Vertrieb – dann liegt der Verdacht nahe, dass hier ein Traditionsstoff „fit“ für den globalisierten Markt gemacht werden soll.

Verfilmung 1980

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