Entries Tagged as ''

Die Skeptiker: DaDa in Berlin (Rozcomb Records)

Von Ronald Klein

Vor einem Jahrzehnt hätte sich die explizite Vorstellung der 1986 in Ost-Berlin gegründeten Band erübrigt. Die Skeptiker galten als eine der wichtigsten und originellsten deutschen Punk-Combos. Nach einigen Kassetten-Veröffentlichungen erfolgte zum Mauerfall das Debüt-Album „Harte Zeiten“, das poetisch und gleichsam unsentimental die Endzeitstimmung der DDR einfing. Die Texte ließen sich aber auch auf das wiedervereinigte Deutschland übertragen: Stillstand, Ausgrenzung, Homophobie, Zwang zur Konformität funktionieren systemübergreifend. Die ausgefeilte Lyrik und die außergewöhnliche Stimme des Sängers Eugen Balanskat sprengten das Punk-Korsett. Die Presse glaubte die deutschen „Dead Kennedys“ entdeckt zu haben. Doch derartige Vergleiche kennzeichneten nur den verzweifelten Versuch, etwas Eigenständiges zu kategorisieren. Mit den darauffolgenden Scheiben „Sauerei“ (1991) und „Schwarze Boten“ (1993) erweiterten sich die Facetten wiederum. Zorniger Widerstand, artikuliert in „Straßenkampf“ oder „Deutschland halt’s Maul“ (auf die die Band leider oftmals reduziert wurde) trafen auf literarisch inspirierte Liebeslieder („Pierre und Luce“ – nach Romain Rolland) und dunkle, resignierte Lyrik (z.B. „Der Rufer in der Wüste schweigt“ oder „Komm tanzen“). 1995 erfolgte mit „Stahlvogelkrieger“ das ungewöhnlichste Album in der Bandgeschichte. Der moderne Sound, eine Mischung aus harten Metalriffs und elektronischen Elementen wurde erst ein paar Jahre später populär und kommerziell erfolgreich. Das Werk überforderte anno dazumal zahlreiche Fans. Auch Punk erscheint bisweilen sehr konservativ. Nach „Wehr dich!“ (1998) lösten sich die Skeptiker auf und ließen ihre Anhänger lange bezüglich einer möglichen Rückkehr bangen. Ende des letzten Jahres erfolgte das Comeback. Die Club-Tour und die Festivals bewiesen die Wichtigkeit der Berliner auch nach einem Jahrzehnt Abstinenz: Balanskats treffsichere Texte wurden lange vermisst und auf den Gigs Zeile für Zeile vom Publikum mitgesungen. Da die alten Alben schon lange nicht mehr erhältlich sind, markiert „DaDa in Berlin“ die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: 13 neu eingespielte Klassiker und zwei gänzliche Neu-Kompositionen. Erstaunlich wie aktuell selbst die Texte wirken, die 20 Jahre auf dem Buckel haben (z.B. „Strahlende Zukunft“). Musikalisch klingt die Band kraftvoll und agil wie eh und je. Mit Nostalgie hat die Re-Union nichts zu tun. Album und Konzerte präsentieren die fünf Musiker in Spiellaune, deren Energie sich sofort auf das Publikum überträgt. Die neuen Songs „Kein Weg“ und „Verraten und verkauft“ fügen sich organisch neben die Klassiker und das Programmatische des Bandnamens: „Freiheit nicht nur in Gedanken / Sie wurde wahr gemacht / Diktatur in Agonie / Wir hatten Illusionen / Träume sind verraucht / [...] Weder Osten oder Westen / Waren erstrebenswert / Korrumpierung wieder da / Neue Ufer sind die Besten / [...]“. So klingt der letzte Track „Verraten und verkauft“ wie die Zusammenfassung der Bandgeschichte zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung. Die darauffolgende Ernüchterung führte aber noch (nicht) zur Resignation. Das springt beim Hören sofort über und macht Lust auf mehr!

www.rozbomb.de (Rozcomb Records)

www.dieskeptiker.com


VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Thomas Brandlmeier: Kameraautoren. Technik und Ästhetik

Von Ronald Klein


Michael Ballhaus plaudert im Gespräch mit Tom Tykwer über die Arbeit mit Fassbinder aus dem Nähkästchen: „Er ist selten gut vorbereitet gewesen, hatte aber immer seine Vision. Ungern hat er sich Motive angesehen. Er stand dann muffelnd in einer Ecke am Set und fragte mich: Was hast du dir überlegt“. Ballhaus gilt als einer der renommiertesten Künstler seines Faches. Nur wenige Kameramänner avancieren selbst zu Stars. Dabei illustriert Ballhaus’ Erinnerung, dass hinter der Linse stehen mehr bedeutet, als nur die Kamera zu schwenken und die Ausführungen des Regisseurs zu befolgen.

Thomas Brandlmeier, promovierter Chemiker, sowie habilitierter Medienwissenschaftler und Betriebswirt, untersucht die Arbeit an der Schnittstelle zwischen technischen Möglichkeiten und der Ästhetik der Regisseure in einem historischen Abriss und stellt das Wirken von 45 Kameraleuten vor. Ein Glossar erklärt dabei sämtliche Fachtermini, so dass der Einstieg auch für weniger Technikaffine problemlos möglich ist.

Das Kapitel „Deutscher Kamerastil bis 1933“ würdigt die frühen Innovationen, die heute bei Filmschaffenden und Kinogängern Selbstverständlichkeiten bedeuten. Guido Seeber beispielweise, erfand den Kameraschwenk, der seit 1900 zum Standardrepertoire der Filmkunst gehört. Nach und nacherweiterte sich das Repertoire der filmischen Ausdrucksmöglichkeiten. Tonfilm und das Produzieren in Farbe stellten weitere Innovationen dar, die die Arbeit am Set nachhaltig beeinflussten.

Auf den allgemeinen Teil folgt die Vorstellung der „Kameraautoren“ – ein Terminus, den Brandlmeier bereits 1977 prägte. Dabei liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Künstler hinter der Linse einen eigenständigen und wiedererkennbaren Stil besitzen. Ihre Ästhetik stellt Brandlmeier ausführlich vor. Dabei fällt nicht nur auf, dass „Kamerautoren“ selbst sehr introvertierte Menschen sind (u.a. zählen Alekan, Almendros, Ballhaus und Seeber zu den wenigen, die ihr Schaffen in Büchern reflektieren), sondern auch überwiegend männlich. Die „Kameraautorin“ besitzt noch einen Exotenstatus.

Die Beiträge zu u.a. Conrad L. Hall, Sven Nykvist oder Vilmond Zsigmond erläutern technische und wirtschaftliche Hintergründe und setzen diese in ein Spannungsverhältnis zu den ästhetischen Ansätzen der „Kameraautoren“. Mit über 500 Seiten stellt das Buch eine exzellent recherchierte Einführung zum Thema „Kamera und Kunst“ dar. Die Kameraautoren haben es verdient, stärker in den Fokus der filmwissenschaftlichen Untersuchungen gestellt zu werden. Thomas Brandlmeier hat dafür einen sehr wertvollen Beitrag geleistet.

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Tor Bomann-Larsen: Amundsen – Bezwinger beider Pole

Von Ronald Klein


Der Norweger Roald Amundsen gilt als einer der größten und wagemutigsten Entdecker des 20. Jahrhunderts. 1911 erreichte er mit seiner Expedition als Erster die Antarktis. Doch seine wahre Leidenschaft galt dem Nordpol, den er 1926 mit dem Luftschiff „Norge“ überflog. Nur zwei Jahre später verschwand Amundsen mit seinem Flugzeug nahe der Bäreninsel beim Versuch, den Italiener Umberto Nobile zu retten. Bis heute wurden nicht einmal Wrackteile der Maschine gefunden. Allein die Expeditionen und das tragische, aber einem ambitionierten Entdecker angemessene Ende, bieten Stoff für ein spannendes Buch. Amundsen, der nicht nur von den eisigen Polen fasziniert war, sondern auch die Details seines Privatlebens im Kältecontainer verschloss, schrieb seine Erlebnisse selbst (um), z.B. in „Die Jagd nach dem Nordpol“. Der norwegische Historiker und Publizist Tor Bomann-Larsen montiert pointierte Auszüge daraus mit historischen Quellen. Durch Zufall stieß er auf Original-Dokumente Amundsens, die jahrzehntelang in einer Kiste auf einem Osloer Dachboden schlummerten. Nach akribischer Auswertung der Original-Quellen und der Zeugnisse von Zeitzeugen entstand eine 700 Seiten starke, fesselnde Biographie. Bomann-Larsen bewahrt die nötige Distanz (die vielen Biographen leider abgeht), verzichtet aber umgekehrt darauf, Amundsen komplett zu demontieren. Das Bild des großen Polarforschers verschiebt sich nach der Lektüre ohnehin. Der permanent in Geldschwierigkeiten steckende Amundsen fungierte als wahrer Marketing-Stratege, der seine Mission derart gut verkaufte, dass private Gönner, aber auch staatliche Unterstützung, seine Unsummen verschlingenden Unternehmungen deckten. Doch Amundsens Schicksal, der von sich selbst behauptete: „Hier bin ich also – das Pendant des Fliegenden Holländers, verdammt zur lebensgefährlichen Fahrt im Eismeer“, waren nicht nur die Pole, sondern ebenso die Frauen und die Politik…Packend, humorvoll, aber nie reißerisch geschrieben, verfasste Bomann-Larsen eine gelungene Biographie, die auch Leser in den Bann zieht, die sich nicht automatisch durch Eismeere und Entdeckungsfahrten angesprochen fühlen.

ISBN 978-3-86648-068-1 Pick It! , marebuchverlag, 703 Seiten, 29,80 €, Übersetzung aus dem Norwegischen: Karl-Ludwig Wetzig

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Tiamat: Amanethes (Nuclear Blast)

Von Ronald Klein

Noch eine Best-Of-Tiamat-CD, obwohl die letzte nur ein Jahr zurück liegt? Die Verschiedenartigkeit der Songs lässt auf verschiedene Kontexte und Ursprünge schließen. Immerhin veröffentlichten Tiamat zwar keine Konzeptalben, aber zumindest Platten, die klanglich sehr dicht und homogen klangen. Nichtsdestotrotz, es handelt sich tatsächlich um ein neues Album der Metal-Revolutionäre um Johan Edlund – immerhin das erste seit fünf langen Jahren. Die Schweden waren ihren Kollegen immer um mehrere Nasenlängen voraus. Bereits die ersten Alben „Sumerian Cry“ (1990), „The Astral Sleep“ (1991) und „Clouds“ (1992) vereinigten aus dem Spannungsfeld jugendlichen Black-Metals kommend, auf innovative Weise Death Metal, Progressive und Gothic zu einer sehnsuchtsvollen Melange. Edlund entdeckte seine Blaue Blume in „Lucifer, Satan, Devil“ – LSD. Während andere Death-Metal-Combos über Krieg, Tod und Teufel sangen, boten Tiamat verspielte Visionen, die die Nähe zu Pink Floyds Syd Barrett illustrierten. Mit „Wildhoney“ gelang 1994 der Meisterstreich, ein naturromantisches Werk, das Tiamat international riesige Popularität und hohe Verkaufszahlen bescherte. Nach einer Welttournee mit Black Sabbath zerstörte das 1997er Nachfolge-Werk „A Deeper Kind Of Slumber“ alle kommerziellen Erwartungen. Violinen und Celli – gespielt von den Berlinern Inchtabokatables – und sperrige Kompositionen dominierten die Reise in die Nacht. Spätestens von da an erfindet sich die Band immer wieder neu. „Skeleton Skeletron“ (1999) klingt deutlich nach der Dortmunder Provinz, in die Edlund der Liebe wegen zog. Geschenkt! Auf das gothiclastige Album folgen jedoch die stärksten Veröffentlichungen der Band: „Judas Christ“ (2002) und „Prey“ (2003) haben mit den Metal-Wurzeln nichts mehr gemein. Anno 2008 heißt Tiamats Plattenfirma Nuclear Blast. Das süddeutsche Label steht für mehr oder weniger zünftige Gitarrenmusik. Somit wundert es auch nicht, dass die ersten beiden Songs aus den Boxen brettern wie anno 1992. Wuchtig, metallisch. Irritierend. Erst das leise, getragene „Until the Hellhounds Sleep Again“ klingt vertraut nach der Entwicklung der letzten Jahre. Auch das melancholische „Will They Come?“ offenbart erneut die kompositorische Leistung Edlunds. Das Manko hingegen liegt in der Entwicklung, die auch Bands wie Paradise Lost oder Moonspell gehen mussten: die Rückkehr ins Metal-Gefilde. Während die alten Fans die Entwicklung zur elektronischen Instrumentierung alles andere als goutierten und „Ausverkauf!“ schrieen, kamen jedoch die innovativen (Ex-)Metal-Bands nie im Mainstream an. So klingt auch Tiamats Double-Bass, die schneidenden Gitarren oder der verzerrte Gesang nicht wie der radikale Versuch, an die jugendliche Härte oder Kompromisslosigkeit anzuknüpfen, sondern wie ein lästiges Korsett, dessen sich Edlund permanent zu befreien versucht. Die Stellen, wo es konsequent gelingt, entpuppen sich dann auch als die stärksten auf dem Album: das herrlich hippieske „Summertime Is Gone“, das griechische Instrumental „Amanitis“ oder das stille, nach 60er-Jahre klingende „Meliae“.– Letztlich bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Ein paar Songs weniger und Tiamat hätten ein hochwertiges Album erschaffen, das für Fans von Coldplay genauso interessant wäre wie für Anhänger von Fields of the Nephilim. Statt dessen findet sich zwar „für jeden etwas“, aber diese modularisierte Form der Komposition wirkt leider versatzstückhaft und damit unbefriedigend. Die Mannen um Edlund waren schon mal weiter. Bleibt zu hoffen, dass sie auf den alten Weg zurückfinden.

Tiamat: Amanethes (Nuclear Blast)

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Jürgen Landt: Der Sonnenküsser

Von Ronald Klein


„dann riss ihr der damm. und ich war da“, lautet das erste Kapitel. Die gewöhnungsbedürftige Form des radikalen Kleinschreibens führt den Leser in eine Welt, die nur auf den ersten Blick fremd scheint: Protagonist Peter Sorgenich kommt 1957 in der Nähe von Demmin inmitten der DDR-Provinz zur Welt. Die erste Nahtod-Erfahrung erlebt das Kind im Alter von einigen Tagen, als die Mutter es derart rücksichtslos zudeckt, dass es zu ersticken droht. Weitere bizarre Unfälle folgen. Die Welt ist feindlich und das Elternhaus bietet keinen Schutz. Im Gegenteil, die Mutter, unerträglich hysterisch, prügelt ihr jüngstes Kind bei geringsten Verfehlungen oder schickt Peter bei den geringsten Beschwerden durch die Lehrerin oder andere vermeintliche Autoritäten bereits nachmittags ins Bett. Ob Peter wirklich einen Verstoß begangen hatte, spielt dabei keine Rolle. Der Schein einer intakten Familie mit ordentlich erzogenen (konkret: gedrillten) Kindern wurde verletzt und diese Schmach wird nicht geduldet. Das permanent gedemütigte Kind erfährt in ersten Experimenten mit Alkohol, dass Schnaps den Schmerz dämpft. Schließlich entsteht daraus sogar Selbstbewusstsein und der Mut die Regeln der dominanten Mutter, der unfähigen Lehrerin oder der farblosen Pionierleiterin zu brechen. Das geht nicht lange gut. Die erreichte Emanzipation, das Erleben der ersten Liebe stellen nur Glück von kurzer Dauer dar. Kritisch beäugen die Erwachsenen den selbstbewussten Außenseiter. Man spürt, dass sie nur darauf warten, ihm endlich etwas nachweisen zu können, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Als es soweit ist, folgt eine endlose Odyssee durch die Knäste. Die Wiedereingliederungsversuche gelingen nicht. Peter bleibt stigmatisiert.

Es dauerte nach Mauerfall lange, bis das Alltagsleben der DDR literarisch verarbeitet wurde. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Brussigs „Wasserfarben“ oder Schulzes „Simple Stories“) konzentrierte sich die Erzählung auf die Verkettung humoriger Anekdoten. Die entgegengesetzte Richtung beschrieb das heldenhafte, humanistisch geprägte, Widerstehen zwischen Kirche und illegaler Druckwerkstatt.

Jürgen Landt erzählt gekonnt aus einer anderen Perspektive, die bisher kaum wahrgenommen wurde: Die Sicht eines sogenannten Außenseiters, der keinen politisch motivierten Oppositionellen darstellt, sondern auf dem Recht der Individualität pocht. Die Gesellschaft, in die er hineinwächst, verlangt Uniformität.

Nur en passant schildert Landt Kinderprostitution, häusliche Gewalt, Korruption. Diese Beiläufigkeit, das Brodeln unter der Oberfläche erzeugt beim Lesen eine Intensität, die nur wenigen Erzählern gelingt. „Die Dinge sind nicht wie sie scheinen“, formulierte Shakespeare. Oder moderner ausgedrückt: Demmin ist Twin Peaks. Die Fratze des Bösen lauert aber nicht hinter kleinbürgerlichen Masken, sondern ist ihnen immanent. Demmin und die DDR erhalten hier keine historische Funktion. Der äußerliche und zeitliche Rahmen des Romans verschwimmt, wird zu einer Allegorie, die sich problemlos übertragen lässt: Dort, wo der Selbstbestimmung kein Raum mehr gegeben wird, gerät die vermeintliche Ordnung zum Terror. Begriffe wie „Außenseiter“ oder „asozial“ stellen arbiträre Bezeichnungen dar, die bestenfalls etwas über die Perspektive der Gesellschaft, aber nicht die menschliche Qualität des Diffamierten aussagen.

Während im humanistisch inspirierten Entwicklungs- und Bildungsroman der Fokus auf dem Prozess des Protagonisten ruht, schleicht sich hier die Perspektive der Gesellschaft ins Auge. Eine Gesellschaft, die in sich zwar schon modert, aber in ihrem Verwesungsprozess auch noch unfähig zur Selbstreflexion bleibt. Stillstand. Stagnation. Perspektivlosigkeit. Landt gelingt damit ein tragisches Moment doppelter Ordnung: Scheitert Sorgenich an der Gesellschaft, so zerbricht diese an ihrer kristallin-verlogenen Struktur. Ohne Sentimentalität in der Sprache, gerade deswegen aufwühlend und bewegend. Ein außergewöhnliches Werk.

ISBN 978-3-933713-27-8, 18,80 €, 332 Seiten

Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern, Band 5

VN:F [1.9.7_1111]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)